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Teamplayer oder Solo-Guerillakrieger?

Durchforstet man heutzutage die Jobinserate der verschiedensten Unternehmen, so findet sich unter der Rubrik „Anforderungen“ zumeist das Stichwort „Teamfähigkeit“ wieder. Allerdings ist darunter mehr zu verstehen als das bloße Vergnügen, mit anderen zusammenzuarbeiten. Vielmehr wird damit die Freude an gemeinsamen Ergebnissen beschrieben. Wie weiß man nun, ob man auch tatsächlich teamfähig ist?! Einen ersten Anhaltspunkt liefert die Beantwortung der folgenden Fragen:


• Zählt das Ganze mehr als das einzeln Geleistete?

• Seid Ihr kompromissbereit?

• Könnt Ihr Euch in andere hineinversetzen?

• Seid Ihr der Meinung, dass jeder Ideen einbringen sollte?

Allerdings ist es ebenso wenig förderlich, wenn Teammitglieder ihre eigene Persönlichkeit komplett verleugnen oder aufgeben. Es ist eher von Vorteil, ein Team aus den unterschiedlichsten Personen zusammenzusetzen, da auf diese Weise mehr Input kreiert wird und ja Führungspersönlichkeiten genauso von Nöten sind wie Liebhaber fürs Detail.

Das Sender-Empfänger-Paradoxon

Viele von Euch werden sicher auch schon die Erfahrung gemacht haben, dass eine gutgemeinte Botschaft vom Empfänger komplett anders aufgefasst wurde als persönlich antizipiert. Es gibt die unterschiedlichsten Modelle, die versuchen, diesem Phänomen auf den Grund zu gehen, wovon eines das so genannte „Vier-Ohren-Modell“ von dem Kommunikationspsychologen Schultz von Thun ist. Entsprechend diesem Modell hört jeder Mensch mit 4 Ohren, was folgenden 4 Seiten einer Botschaft gleichkommt:

• Sachinformation (worüber man informiert)

• Selbstkundgabe (was man von sich zu erkennen gibt)

• Beziehungshinweis (was man von der anderen Person hält und wie man zu ihr steht)

• Appell (was das Ziel ist, das man erreichen möchte)


Das innere Team

Ein weiteres Modell bezieht sich auf das Team, das jedem Menschen individuell innewohnt und sich aus mehreren, verschiedenen Stimmen zusammensetzt. So können hier Stimmen, die beispielsweise „Sicherheitsbeauftragte“ oder aber „Abenteurer“ repräsentieren, aufeinanderprallen und man sollte manches Mal vielleicht auf jene Stimme hören, die sich gerade im Hintergrund aufhält… Wichtig ist es, all diese Teammitglieder zu vereinen und ihre gebündelte Kraft auszunutzen!

Das Riemann-Thomann-Modell – Privates bleibt privat?!

Geschmäcker sind verschieden und selbiges trifft auch auf die Persönlichkeiten der Menschen zu – demnach bevorzugen manche Leute Distanz in ihrem Berufsumfeld, andere wiederum haben ein elementares Bedürfnis nach Nähe, wobei in solch einem Fall die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben eher verschwimmen. Laut dem Riemann-Thomann-Modell kann man zwischen folgenden Ausprägungen unterscheiden:

• Distanz: Man beobachtet zuerst und hält sich zurück

• Nähe: Man ist offen und geht direkt auf Menschen zu

• Dauer: Man bevorzugt Struktur und fixe Abläufe und ist Chaos gegenüber eher abgeneigt

• Wechsel: Man liebt Abwechslung und das Neue und lehnt starre Abläufe mehr oder weniger ab

Das Modell ist der Ansicht, dass jeder Mensch 2 dieser Grundbedürfnisse in sich vereint und daraus kann man schließen, dass beispielsweise Nähe-Wechsel-Typen offen sind und deshalb das komplette Gegenstück zu den auf Abstand bedachten Distanz-Dauer-Typen bilden.

 

Quelle: Careerblog

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